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Forstbetriebsgemeinschaft blickte zurück

Steinbach. (lm) „Die fünf Jahre als Geschäftsführerin dieser Forstbetriebsgemeinschaft haben mir sehr viel Spaß gemacht“, dankte Isabelle Litric, die aus Zeitmangel nicht mehr zur Wahl stand, allen, die sie während dieser Zeit in diesem Ehrenamt begleitet hatten. Ihren trotz schwieriger Holzmarktlage noch positiven Geschäftsbericht verlas bereits ihr potentieller Nachfolger Tino Herkert, nachdem 1. Vorsitzender Karl Herkert die Jahreshauptversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Langenelz-Rumpfen-Steinbach in der Alten Schule Steinbach eröffnet hatte. Er zeigte sich erfreut über die gute Resonanz seitens der Mitglieder und über die Anwesenheit von Forstbetriebsleiter Jörg Puchta, Holzverkaufsleiter Andreas Schlör und Revierleiter Michael Schwarz. Nachdem auf Antrag der sehr zufriedenen Kassenprüfer Peter Haas und Hubert Trunk die Entlastung seitens der Mitglieder einstimmig erfolgt war, verabschiedete Karl Herkert die bisherige Geschäftsführerin mit einem Blumenstrauß und einem Präsent und dankte ihr für die hervorragende Arbeit. Die Neuwahlen zur Vorstandschaft unter Leitung von Revierleiter Schwarz brachten folgendes einstimmiges Ergebnis: 1. Vorsitzender Karl Herkert, stv. Vorsitzende Georg Moser und Konrad Galm, Geschäftsführer Tino Herkert, Kassenprüfer Peter Haas und Hubert Trunk. Andreas Schlör, der bei der Forstbetriebsleitung für die Holzverkäufe zuständig ist, zeigte sich zufrieden über die Fichtenpreise des vergangenen Jahres. Für einschneidend in der Region hielt er den Brand im Sägewerk Ühlein. Probleme habe es außerdem aufgrund der länderspezifischen Speditionsvorgaben mit dem schnellen Abtransport des Holzes gegeben. Und diese hätten sich noch verstärkt, als große Mengen Käferholz aus dem Bayrischen und noch größere Mengen Sturmholz aus den geschädigten Regionen auf den Markt drückten. Selbstverständlich wirke sich das auch auf den Holzpreis aus. Er empfahl daher, mit dem Holzeinschlag sowohl bei Fichte als auch bei Kiefer noch zu warten, wenn möglich. Und wenn eingeschlagen wird, sollte mehr Wert auf Kurzholz gelegt werden, weil es einfacher und günstiger zu transportieren sei als Langholz. Forstbetriebsleiter Puchta ergänzte, dass Buche Industrieholz preislich gleich geblieben und Eiche überaus gefragt sei. „Wir können gar nicht so viel Eiche liefern wie angefragt ist“. Des Weiteren appellierte er an die Privatwaldbesitzer, sich wegen des „Kartellverfahrens“ an ihre politischen Vertreter zu wenden, denn „Privatwald und Kommunalwald dürfen nicht durch den Rost fallen“, sondern könnten durchaus eine vernünftige Struktur bilden. Bevor man zum gemütlichen Teil mit vielen fachlichen Diskussionen überleitete, informierte Karl Herkert, dass die Waldkalkung nur durchgeführt werde, wenn die FBG die hohen Kosten dafür vorfinanziere, was jedoch in dieser finanziellen Größenordnung unmöglich sei.