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Gerhard Münch zum Ehrenchorleiter ernannt

Mudau. (lm) „Ein Bild ist mir ins Herz gegraben“ beendete den Festgottesdienst um die Verabschiedung von Chorleiter Gerd Münch in der „St.Martins“-Kirche in Steinbach und ganz sicher sahen dabei die meisten der Anwesenden das Bild des Geehrten, wie er 60 Jahre u.a. in Steinbach die Orgel spielte und über 28 Jahre als Chorleiter und Motor den örtlichen Kirchenchor musikalisch leitete. In seiner Laudatio ging Alois Landeck als Vorsitzender des Kirchenchores auf die Geschichte des Klangkörpers, und damit auf den Werdegang seines Gründers Gerd Münch ein, der auf eigenen Wunsch aus diesem letzten seiner ursprünglich unzähligen Ehrenämter verabschiedet wurde. Er betonte, dass dieser sein Amt absolut ehrenamtlich und unentgeltlich ausgeübt und in über 1.000 Proben und Aufführungen seine einzigartige Handschrift hinterlassen habe. Sein unermüdlicher Einsatz, gepaart mit Können und Geduld habe den Chor geprägt und zu dem gemacht, was er heute sei. Landeck nannte den Steinbacher Münch zum einen den „Vater des Kirchenchors „St. Martin“, ein unvergleichliches Vorbild, ansteckend durch seinen Ehrgeiz und seine Freude am Gesang und einen Glücksfall für den Chor. „Mit Energie, Kraft und Liebe hast du dich für die Pflege und Erhaltung der Musica Sacra eingesetzt, die immer als Brücke für viele Menschen zu verstehen ist“, so der Vorsitzende weiter in seinen Ausführungen, in denen er betonte, dass Gerd Münch dem Chor mit Musikverständnis, feinem Gehör und der präzisen Einstudierung der Stücke für die gefühlvollen Vorträge mit der gesamten Klangfülle von pianissimo bis fortissimo einen Klang verliehen habe, der viel Lob und allgemeine Anerkennung in der Gemeinde fand. Aufgrund seiner unbezahlbaren Verdienste wurde Gerd Münch darum zum Ehrenchorleiter des Kirchenchors „St. Martin“ ernannt. Als 2. Vorsitzende des Kirchenchores dankte Renate Schäfer–Münch ihrem Mann im Namen aller Sängerinnen und Sänger für sein stets offenes Ohr und für seinen Einsatz. „Eine Kirche von Format braucht einen Chor von Format“, und diesen aufzubauen, sei dem lebensbejaenden Menschen Gerd Münch hervorragend gelungen. Diesem Dank schlossen sich auch Pfarrer Klaus Vornberger und Ortsvorsteher Georg Moser an. Ersterer außerdem mit dem Dank für die umfangreichen Erntegaben. Zweiterer mit der Betonung auf die vielen kommunalen und kirchlichen Feste, die Dank des scheidenden Chorleiters durch den Chor so bereichert worden waren, dass er aus dem kulturellen Leben Steinbachs nicht mehr wegzudenken sei. Weiter meinte er, es müsse nach all dem Erreichten schwer sein, den Taktstock aus der Hand zu geben. Doch es sei erfreulich, dass der Chor unter der neuen Chorleiterin Karin Rexroth weiterbestehe. Für die Seelsorgeeinheit Mudau dankte Dieter Müller dem scheidenden Chorleiter und -gründer, der außerdem als Autodidakt in Sachen Orgelspiel über 60 Jahre lang aktiv war. Und so als Kirchenmusiker die „Königin der Instrumente“ aus dem EffEff beherrschte. Das ist an sich schon eine echte Kunst, aber gerade in Steinbach besonders schwierig, denn die Orgel sei eine seltene pneumatische Baaderorgel. Schwerer spielbar als eine mechanische Orgel und einiges von den Organisten abverlangend. „Und diese Kunst hat sich Herr Gerd Münch als Autodidakt selbst beigebracht.“ Doch darüber hinaus musste er auch Allrounder sein und sich auskennen in den Liturgien, mit den verschiedenen Pfarrern während seines Dienstes zurechtkommen, kurz: Multitaskingfähig mit Mut und Verstand. Lob und Dank sprach Dieter Müller im Namen Seelsorgeeinheit aus für den Kirchenmusiker aus Leidenschaft, der mit 18 Jahren angefangen hatte Orgel zu spielen und bis heute in 26 Gotteshäusern die Gottesdienste musikalisch begleitet und umrahmt hat. Unter großem Beifall wurde Ehrenchorleiter Gerd Münch in der fast voll besetzten Kirche mit unzähligen Dankesbekundungen und Präsenten aus der „offiziellen“ Kirchenmusik verabschiedet.