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30 Jahre Jugendfeuerwehr Steinbach gebührend gefeiert

Steinbach. (lm) Normalerweise beginnt ein Fest mit dem Anstich eines Fasses Bier durch den Bürgermeister oder den Ortsvorsteher, doch beim 30jährigen Jubiläum der Steinbacher Jugendfeuerwehr wäre das irgendwie fehl am Platz gewesen. Ortsvorsteher Georg Moser öffnete dafür mit einem großen „Plopp“ die Bügelflasche eines alkoholfreien Weizenbieres ganz einfach mit dem Daumen. Mental unterstützt wurde er dabei durch den stv. Gesamtjugendwart und stv. Gesamtkommandanten Manfred Müller sowie Abteilungskommandant Volker Banschbach. Es war eine ganz eigene, aber durchaus passende Festeröffnung, der eine gut frequentierte mehrstündige Dorfralley vorangeschaltet war. Immerhin 5 Jugendwehren stellten sich dem anspruchsvollen Wettkampf, und auch die Steinbacher selbst versuchten ihr Glück „außer Konkurrenz“. Schließlich kennen die den Einfallsreichtum ihres Jugendwarts Tobias Farrenkopf, und der enttäuschte sie auch dieses Mal nicht. Die Antworten auf einen Fragenkatalog über Wissenswertes aus Steinbach fand der Feuerwehrnachwucht an fünf Stationen im Ort. Doch darüber hinaus wartete an diesen Punkten auch immer eine praktische Aufgabe. So galt es an Station 1 im „Waldbrandtennis“ mittels der Feuerpatschen Tischtennisbälle durch einen Parcours zu „pusten“ und an Station 2 sollten im sogenannten Wasserflipper so viele Bälle wie möglich nach oben gesprüht werden. „Erbsen klopfen“ hieß es an Station 3 und hier musste ein Spieler die Erben auf der Leiter stehen durch ein Rohr werfen und ein zweiter wartete am Ende des Rohrs, um die Erbsen dann über den angeschlossenen Spaltstock rollend mit dem Hammer zu treffen. Im bekannten „Kastenspiel“ an Station 4 mussten sich die Spieler auf Kästen stehend mit diesen fortbewegen und schließlich erforderte an der letzten Station am Brunnen im Unterdorf ein Memoryspiel noch die ganze Aufmerksamkeit der Kids. Am Ziel beim Festzelt angelangt wurde dann mit Spannung die Auswertung erwartet und die ersten drei Mannschaften konnten von Tobias Farrenkopf mit Pokalen, die anderen mit Sachpreisen belohnt werden. Ganz oben auf dem Siegertreppchen stand die Jugendwehr aus Scheidental mit 551 Punkte, gefolgt von den Limbachern mit 463 Punkten auf Platz 2 und der Stürzenhardter Jugend auf dem 3. Platz. 432 Punkte brachten die Schloßauer auf Platz 4 und 336 Punkte die Einbacher auf Platz 5. Steinbach war außer Konkurrenz angetreten und schaffte 430 Punkte. In ihren Grußworten betonte Georg Moser, dass es bei der Feuerwehr grundsätzlich keine Verlierer gebe und Manfred Müller hob den hohen Stellenwert der Jugendwehren in den verschiedenen Abteilungen hervor, die nach einigen Jahren einen Großteil der Aktiven ausmachen.
„Dies ist ein großer Tag und es ist uns eine große Ehre, mit Ihnen gemeinsam das 30jährige Jubiläum unserer Jugendfeuerwehr zu feiern“, so Steinbachs Abteilungskommandant Volker Banschbach zu Beginn seiner Begrüßung, die neben den Feuerwehrkollegen aus Mudau, Mörschenhardt, Steinbach und Reisenbach vor allem Ehrenkommandant Heinrich Müller als Gründer der Jubelwehr sowie den stv. Gesamtkommandanten Manfred Müller, Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und Ortsvorsteher Georg Moser einschloss. Dabei ging er kurz auf die weise Entscheidung seines Amtsvorgänger Heinrich Müller ein, die maßgeblich dafür gesorgt habe, dass die Steinbacher Wehr auch heute noch so gut aufgestellt sei. Tobias Farrenkopf nannte diese 30 Jahre ein Erfolgsmodell und hielt einen kurzen Rückblick auf die umfangreichen Aktivitäten in dieser Zeit. Auslöser für die Gründung war wohl die Tatsache, dass Steinbach 1986 das erste TSF erhielt und Heiner Müller sehr richtig bemerkte, nun brauche man auch Feuerwehrler, die mit dem Fahrzeug aus dem EffEff umgehen können, denn „das nutzt alles nichts, wenn keiner das Fahrzeug bedienen kann“ oder gemäß einem alten Sprichwort „Wer an der Jugend spart, ist in der Zukunft arm“. Die Gründung erfolgte sofort nach der einstimmigen Befürwortung durch den Ortschaftsrat Steinbach mit acht Jugendlichen unter der Leitung von Edgar Farrenkopf. Und der hatte seine Truppe nach Aussage von Tobias Farrenkopf voll im Griff – und zwar mit viel Spaß für alle. Von Anfang an war die Jugend in alle ehrenamtlichen und technischen Aktionen der Feuerwehr mit einbezogen. Bis heute gehört die Jugendwehr in Steinbach einfach dazu. Ob bei den Übungen der Aktiven oder bei Festen, der Nachwuchs ist dabei. 2011 wurde Edgar Farrenkopf von Markus Grimm abgelöst, den er aber weiter unterstützte. Und seit 2016 ist Tobias Farrenkopf als Jugendwart aktiv und erhält bei der Führung der aktuell 13 Jugendlichen Unterstützung von Timo Herkert, Markus Grimm und Lukas Farrenkopf. Sein besonderer Dank ging an Heiner Müller, dem er versicherte, dass man sehr zuversichtlich in die Zukunft blicken könne. Diese Meinung teilte auch Bürgermeister Dr. Rippberger in seinen Glückwünschen an die Jubelwehr. Er sei besonders stolz auf die Steinbacher, die bei einer Einwohnerzahl von etwas über 300 auf über 60 Mitglieder in der Feuerwehr blicken können. „Auch aus diesem Grund ist es uns als Gemeinde wichtig, dass diese gut aufgestellte Feuerwehr auch gut ausgerüstet ist.“ In seiner Funktion als stv. Gesamtkommandant überbrachte Manfred Müller die Grüße der Gesamtjugendwartin Sabine Friedel und betonte, wie sehr sich die Mudauer Führungsspitze über dieses Jubiläum und die insgesamt hervorragend aufgestellte Jugendwehr freue, weil sie der Garant für eine gut funktionierend aktive Mudauer Feuerwehr in der Zukunft sei. Das bestätigte auch Ortsvorsteher Georg Moser mit einem Dank an Gründer Heiner Müller, den amtierenden Abteilungskommandanten Volker Banschbach sowie alle bisherigen Steinbach Jugendwarte für ihren wertvollen Dienst am Bürger, auch im geselligen Bereich. Hervorragend musikalisch umrahmt durch die Jugendabteilung der Mudauer Trachtenkapelle unter Stabführung von Julia Pittner ging der offizielle Teil des Festes nahtlos in den gemütlichen Teil über.