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Informationen zur Pflegeversicherung sind wichtig

Mudau. (lm) Die neu strukturierte Pflegeversicherung – Was hat sich geändert? Was kommt auf die Pflegenden zu? Welche Schritte sind im Bedarfsfall zu unternehmen? Das Thema ist sehr komplex und wie Franz Brenneis als Vorsitzender des VdK richtig bemerkte: „Es kann einen schneller treffen als man denkt“. Auf Einladung des VdK-Ortsverbandes Mudau und des Arbeitskreises „Demographie“ brachte AOK-Pflegeberaterin Sonja Makan in der Aula der Grund- und Hauptschule Mudau Licht ins Dunkel des PSG II, wie das neue Pflegestärkungsgesetz korrekt abgekürzt wird. Positiv geändert hat sich auf jeden Fall, dass der Zugang zur Pflege seit diesem Jahr gleichwertig für Menschen mit körperlichen oder mit geistigen Einschränkungen wie z.B. Demenz ist. Ebenfalls positiv geändert wurde die Bewertung der Pflegestufen durch die Gradeinteilung bei sechs unterschiedlichen Modulen. Diese Module sind erstens die Mobilität, wobei mit 10 Prozent der Gesamtbeurteilung die Frage geklärt wird, wie man sich noch bewegen kann. Modul 2 beinhaltet die kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten, deren Bewertung zusammen mit Modul 3 – Verhaltensweisen und psychische Problemlagen – mit 15 % zu Buche schlägt. In Modul 4 wird die mögliche Selbstversorgung hinterfragt, was 40 % ausmacht. 20 Prozent der Pflegebedürftigkeit betrifft M5 in der Bewältigung von und des selbstständigen Umgangs mit Krankheits- oder Therapiebedingten Anforderungen und Belastungen und die restlichen 15 % entfallen auf M6 mit der Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte. Die Begutachtung dieser sechs Module übernimmt der Medizinische Dienst, der dann auch den Pflegegrad errechnet. Doch so positiv das neue Pflegestärkungsgesetz auch ist, könne die gesetzliche Pflegeversicherung nur als „Teilkasko-Versicherung“ angesehen werden. Wie die Pflegeberaterin ausführte, können damit niemals die Gesamtkosten einer Pflege bestritten werden. Darum sei es von großem Vorteil, eine private Zusatzversicherung abzuschließen. Weiter sei es wichtig, die möglicherweise notwendigen Leistungen der Pflegeversicherung rechtzeitig bei der Krankenkasse anzumelden und sich im Einzelfall von den Pflegeberatern über die Möglichkeiten und finanziellen Belastungen und Ausgleiche informieren zu lassen. Welche Schritte sind notwendig? Ist eine private Pflege möglich? Wie kann der Pflegende Entlastung erhalten? Welche Heime sind bei Vollzeitpflege gut und zahlbar? Wie können die enormen Kosten bewältigt werden? Fragen über Fragen, die den Laien schnell überfordern können, wenn er sich nicht rechtzeitig und persönlich beraten läßt.