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Historische Bedeutung des "Stadtgartens" lebt neu auf

Mudau. (lm) Der sogenannte „Stadtgarten“ hat für die Mudauer eine besondere Bedeutung und ist gleichzeitig von der einen Seite das Tor zur Kerngemeinde und von der anderen der Beginn der beliebten Wanderbahn. Nachdem Hans Slama seine historische Bedeutung recherchiert hat, konnte nun durch den Heimat- und Verkehrsverein Mudau eine Infotafel – hergestellt von Scheiwein-Mediengestaltung und Uwe Henn – durch den Bauhof aufgestellt werden. Die Nachforschungen von Hans Slama hatten ergeben, dass Mudau bis ins 20. Jahrhundert durchaus städtischen Charakter hatte und auch oft als Stadt bezeichnet wurde. Der Bahnbau und der „Verschönerungsverein“ hatten erfolgreich den Fremdenverkehr angekurbelt, und die Kurgäste wandelten gerne durch den Ort bis zum Stadtgarten. Sehr viel weniger angenehm sind dagegen die Erinnerungen an einen Unfall in diesem Stadtgarten aus dem Jahr 1945, der ebenfalls auf der Tafel beschrieben wird. In dieser Zeit war liegengebliebene Munition ein beliebtes Spielzeug für die Buben. Um an das Pulver eines Panzerabwehrgeschützes zu kommen, schlugen sechs Jungs im Alter von sechs bis vierzehn Jahren die Munition auf. Bei der darauffolgenden starken Explosion wurden sie durch die Luft geschleudert. Dabei starben die Brüder Bernhard und Karl Schäfer, Karlmann Busch und Wolfgang Leser. Die beiden anderen trugen lebenslange Verletzungen davon. Die ausführlichen Geschichten sind auf der Infotafel zu lesen, für die sich Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und Ortsvorsteher Siegfried Buchelt beim HVV sowie bei Christoph Müller und Lothar Schmitt vom Bauhof bedankten.