Schriftgröße: a a a | SitemapDatenschutz | Impressum | Kontakt
Seite drucken

Neue Kerzenleuchter für Pfarrkirche St. Wolfgang

Schloßau. (lm) Seit Mitte Januar ist die Schloßauer Kirchengemeinde stolz auf ihre neuen Leuchter mit Konsolen und Pfarrgemeinderat Dieter Müller dankte den vielen wohlgesonnenen ehrenamtlichen Handwerkern in der Zentralgewerbeschule Buchen, die eigentlich „wenig bis gar nichts mit der Kirche in Schloßau zu tun haben“, und dennoch das Projekt in knapp zwei Jahren durchführten. Wie Müller nach dem Gottesdienst, in dem die Leuchter von Pfarrer Klaus Vornberger geweiht wurden, weiter erläuterte, waren die bisherigen Kerzenleuchter zum Umhertragen für die Ministranten mehr als unpraktisch. Der dringend benötigte Ersatz sollte also zweckdienlich und im Stil passend zur übrigen Ausstattung der Kirche sein. Ortsvorsteher Herbert Münkel, selbst Fachlehrer an der ZGB Buchen, regte an, dies in Partnerschaft mit der Gewerbeschule in Angriff zu nehmen. Er vermittelte den Kontakt zu Wolfgang Keller als profunden Kenner und Fachmann in Metallbearbeitung. Nach Rücksprache mit dem Schulleiter der ZGB Buchen, OStD Konrad Trabold, konnte das Projekt begonnen werden. Herr Keller hat den ersten Handentwurf in CAD umgesetzt und später das CNC Programm für die Drehmaschine geschrieben. Der Entwurf wurde mit dem Leiter der Seelsorgeeinheit Mudau besprochen und diskutiert und danach als Prototyp gefertigt, der nochmals besprochen und abgesegnet werden musste. In den Sommerferien 2017 war dann das bestellte Rohmaterial eingetroffen, das Wolfgang Keller zusammen mit Jonas Müller und Schülern der Abteilung Metall an der ZGB bearbeitete. Danach wurden die Teile bei der Firma Oberflächenveredelung Buchen durch Christian Gentner mit Glasperlen gestrahlt. Diese Behandlung hat den einzelnen Teilen eine einheitliche Oberflächenbeschaffenheit verliehen. Im nächsten Schritt folgte das galvanische Verkupfern bei der Fa. M&E Fahrenbach. Nikolaus Gerich, Geschäftsführer von der Fa. M&E Fahrenbach, hat sich der Teile angenommen und die galvanische Kupfer-Beschichtung durchgeführt. Dies war der letzte Schritt in der Herstellungskette. Eine Woche vor der Weihe wurde zusammen mit Pfarrer Klaus Vornberger der endgültige Einbauort der Halterungen für die Kerzenleuchter festgelegt und sie wurden mit Zwei-Komponenten-Mörtel im Sandstein der Kanzel in der Kirche St. Wolfgang Schloßau verankert. Die Verbundstellen am Sandstein sind inzwischen mit den ebenfalls angefertigten Rosetten überdeckt und bieten so eine ansprechende Optik. Die neuen Kerzenleuchter mit den großen Tropfenfänger-Tellern passen nun in Stil und Aussehen besser zur Ausstattung der Kirche in Schloßau und verhindern ein Abtropfen von Wachs auf die Hände der Ministranten. Auch stehen die Kerzenleuchter nun nicht mehr wie unbeteiligt auf dem Boden, sondern befinden sich quasi auf Augenhöhe beidseitig des Evangeliars, dem Tisch des Wortes.