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Verein örtliche Geschichte Schloßau/Waldauerbach war wieder sehr aktiv

Schloßau/Waldauerbach. (lm) Mit „Neuen Ideen“ als 4. Säule neben den Schwerpunktbereichen „Dokumentation in Bild und Text“, „Parforcehorn-Ensemble und Liedgut“ sowie „Erhaltung historische Bauten und Denkmäler“ hat sich der Verein Örtliche Geschichte Schloßau/Waldauerbach inzwischen zukunftsfähig aufgestellt. Dass dies durchaus sinnvoll und zukunftweisend ist dokumentierte die Jahreshauptversammlung, zu der 1. Vorsitzender Dr. Edmund Link neben Vorstandschaft und Mitgliedern auch Bürgermeisterstellvertreter Gernot Grimm sowie Ortsvorsteher Herbert Münkel begrüßen konnte. Er betonte eingangs, dass sich der Verein auf durchweg sehr aktive Mitglieder zählen könne und so galt sein besonderer Dank allen, die sich im Berichtszeitraum für die Inhalte der Zielsetzungen eingesetzt und damit zur Geschichtserhaltung für die Allgemeinheit beigetragen hatten. Schriftführer Thomas Müller resümierte ausführlich die Schwerpunkte der Vereinsarbeit. Als Mitherausgeber habe man auch im vergangenen Jahr das Mudauer Jahrbuch M14 aufgelegt und im Rahmen des „Weißen Sonntags“ wurde eine historische Ausstellung mit alten Bildern der Erstkommunion aus Schloßau präsentiert, die auf große Resonanz in der Bevölkerung stieß. Zur Weihnachtszeit veröffentlichte man eine dreiteilige Artikelserie mit dem Thema „Der Schweinehirt im Odenwald“. Auch für den Bildband „Odenwald und Bauland in alten Ansichten“ konnte der Verein einige Archivbilder zur Verfügung stellen, was die Qualität des eigenen überaus umfangreichen Archivs unter Beweis stellte. Das Parforcehorn-Ensemble war an der Buchvorstellung zur Wildenburg beteiligt und erfreute die zahlreichen Besucher des Aktionstages mit Musikstücken. Weiter berichtete der Schriftführer über die Beteiligung bei der Dialektumfrage mit den Veränderungen der Sprache in unterschiedlichen Regionen. Als schönen Erfolg bezeichnete Thomas Müller den Heimatbuchverkauf. Aus dem Nachlass von Bruno Trunk konnten wertvolle Kisten voller historischer Unterlagen nach Schloßau überführt und in mühevoller Arbeit gesichtet, sortiert und archiviert werden. „Diese Unterlagen lassen zur Vergangenheit von Schloßau und Waldauerbach kaum noch eine Frage offen“. Das Vereinsarchiv konnte im Berichtszeitraum weiter ausgebaut werden, wozu ein digitalisiertes Inhaltsverzeichnis zukünftig die Themenfindung maßgeblich erleichtere. Derzeit könne man auf 105 Filme mit historischen Themen aus der Region, ca. 4.200 Bilder und 1.400 Postkarten digital zurückgreifen. Als weitere Aktivitäten nannte der Schriftführer die Maiandacht an der Waldkapelle Maria Frieden, die geselligen Abende im „Hirsch“ und in der Saugasse und die Sanierung des Brunnens „Am Trieb“ in Waldauerbach, für dessen Pflege künftig Markus Peiß verantwortlich zeichnen werde. Inzwischen sei hier auch eine Sitzgelegenheit durch den Mudauer Bauhof und Kostenübernahme durch den Geopark geschaffen worden. Auch der Härdebrunnen in Schloßau war einer Sanierung unterzogen worden und untersteht künftig der Pflege von Paul Haas. Für den verdienten Heimatpfleger und Historienforscher Bruno Trunk wolle man einen Gedenkstein aufstellen, wozu bereits eine Anfrage wegen Zuschüsse beim Landesdenkmalamt getätigt wurde. Edmund Link berichtete noch aus dem neuen „Vereinskind“, das sich als qualitativ herausragendes „Parforcehornensemble Odenwald“ mit dem Ausfüllen einer musikalischen Nische bereits einen hervorragenden Namen in der Region gemacht hat. Nach mehreren Auftritten und einer gelungenen Mai-Andacht lägen schon jetzt Anfragen vor zur Umrahmung von Jäger- und Hubertusmessen sowie einer großen Reiter- und Schleppjagd in Hainstadt mit konzertanter Musik. Kein Wunder also, dass die Motivation der mittlerweile zehn Bläser ungebrochen hoch sei. Im Repertoire seien vor allem Stücke aus dem Wiener Waldhornverein, aber auch lyrisch liedhafte Kompositionen der Alphörner aus Schweizer Regionen und für bestimmte Anlässe will man sich auch der französischen Parforcehornmusik öffnen. Eine einheitliche Kleidung sei auch schon in Arbeit. Trotz hoher Ausgaben konnte im Anschluss Kassiererin Petra Grimm über einen zufriedenstellenden Kassenstand berichten und da die Kassenprüfer Klaus Scholl und Willi Link keinerlei Beanstandungen zu vermelden hatten, erteilten die Mitglieder als Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit der gesamten Vorstandschaft einstimmig Entlastung. Die neu kreierte Homepage www.vög-schlossau.de unterliegt der Verantwortung und Bearbeitung von Walter Herkert, der das neue Vereinsmedium vorstellte und für Anregungen jederzeit offen ist. Über die anstehenden Aktivitäten und Veranstaltungen berichtete 2. Vorsitzender Gernot Grimm. Ortsvorsteher Münkel dankte dem Verein für die hervorragende Kooperation mit der Ortschaftsverwaltung und die zahlreichen Aktivitäten und Ideen zugunsten der Lebensqualität in Schloßau und Waldauerbach. Diesem Dank schloß sich Gernot Grimm nahtlos an, der gleichzeitig das Gemeinschaftsprojekt „Neugestaltung Friedhofsplatz mit mehr Sitzgelegenheiten vor der Leichenhalle“ vorstellte und damit auf durchweg offene Ohren stieß. Ein Film über die Donebacher Sender folgte im gemütlichen Teil des Abends.