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Aktionstag Burg Wildenberg mit Buchpräsentation

Mudau/Preunschen. Festlich beflaggt mit den Wappen der Leinischen Fürstenfamilie sowie der Gemeinden Kirchzells, Mudaus, Amorbachs und Hessenecks präsentierte sich am vergangenen Sonntag die Burgruine Wildenberg bei Preunschen den zahlreichen Besuchern des Wildenberg-Aktionstages. Entsprechend fühlten sich die Gäste, die sich durch geführte Sternwanderungen von Hesselbach, Kirchzell, Buch und Mudau oder als einfacher Spaziergänger zahlreich auf der Burgruine einfanden, gleich richtig willkommen geheißen. Und der Weg hatte sich wirklich gelohnt, denn die Veranstalter hatten für ein abwechslungsreiches Programm mit Waldhornbläsern, Bänkelsänger, Ritter, Führungen zur damaligen Lebensweise und mit der Vorführung von 3-D-Animationen verschiedener regionaler Kulturdenkmäler gesorgt.
Höhepunkt des Tages war eindeutig die Präsentation des Buches „Burg Wildenberg. Adelsburg – Amtssitz – Ruine“, in dem die Geopark-Vorort-Begleiter Manfred Hofmann, Klemens Scheuermann und Clemens Speth mit viel Leidenschaft, Engagement und Herzblut Geschichte und Hintergründe zur Burg Wildenberg detailliert und akribisch darstellen. Entsprechend zeigte sich der Kirchzeller Bürgermeister Stefan Schwab sichtlich erfreut, im Namen der Bürgermeister Thomas Ihrig (Hesseneck), Peter Schmitt (Amorbach) und Dr. Norbert Rippberger (Mudau) die zahlreichen Gäste zum dritten gemeinsamen Aktionstag begrüßen zu dürfen. Sein besonderer Willkommensgruß galt dem Hausherrn Andreas Fürst von Leiningen mit Gattin und natürlich den Buch-Autoren.
Für das Autorenteam dankte Manfred Hofmann sowohl der Fürstenfamilie, den Gemeinden als auch der Freiwilligen Feuerwehr Kirchzell-Preunschen für die Unterstützung des Wildenburg-Projektes und erläuterte in einem Rückblick die Entstehung des Buches ab der ersten Idee bis zur endgültigen Realisierung. Einen versierten Partner für die Veröffentlichung hatten die drei Hobby-Historiker mit dem Verlag Waldkirch Mannheim gewinnen können und Verlagsleiterin Barbara Waldkirch erzählte sowohl vom Zufall, wie sie durch ihre familiären Wurzeln im benachbarten Mörschenhardt auf die drei „Wildenburg-Verrückten“ aufmerksam wurde und gleich begeistert von einem neuen Wildenburg-Buch war, als auch vom Glücksfall, die Familie Oswald als Sponsor gefunden zu haben, ohne den eine Veröffentlichung nicht möglich gewesen wäre.
Stolz überreichten die Autoren Hofmann, Scheuermann und Speth gemeinsam mit Verlagschefin Waldkirch ein Beleg-Exemplar an die Fürstliche Familie. Andreas Fürst von Leiningen, der auch durch Kindheitserinnerungen mit der Burg Wildenberg verbunden ist, dankte den Gemeinden Mudau, Amorbach, Hesseneck und Kirchzell, mit denen gemeinsam die Burgruine touristisch beworben wird, und zollte den Autoren Respekt für ihre zeitintensive, akribische Arbeit, durch die ein fast wissenschaftliches Werk entstand, das auch unterhaltsam sei. Sein Dank galt in besonderem Maße auch Johannes und Bernhard Oswald, die er als sehr große Heimatliebhaber würdigte.
Perfekt musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde vom „Parforcehorn-Ensemble“ unter der Leitung von Dr. Edmund Link, das es gekonnt verstand, die Atmosphäre der Burg zu unterstreichen. Auch sonst konnte man am Sonntag in längst vergangene Zeiten eintauchen: Dr. Jürgen Jung stellte nicht nur Ritterrüstungen aus: Wer wollte konnte sich auch selbst mal beim Armbrustschießen oder Schwertkampf ausprobieren. Im Kellergewölbe zeigten 3-D-Animationen der Familie Oswald wie die Wildenburg und andere Bauwerke der Region im Mittelalter ausgesehen haben, während „oben“ ein „Bänkelsänger“ alle mit zeitgenössischer Musik unterhielt, die rund ums „Lagerfeuer“ saßen. Die Anbietergemeinschaft „Urlaub auf dem Bauernhof“ lud zu leckerem Holunderblütensirup und anderen Köstlichkeiten ein und natürlich gab es Führungen durch Geopark-Vorort-Führer. Und wer einen Abstecher auf den Turm machte, konnte nicht nur die gute Weitsicht auf den Odenwald genießen, sondern auch einen Blick auf das bunte Treiben rund um die Burganlage werfen, so dass er sich überzeugen konnte: Der Wildenburg-Aktionstag war eine rundum gelungene Veranstaltung.
Text: Regina Eck, Fotos: Georg Hess