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Liederabend bot mitreißenden Schwung

Steinbach. (lm) Mit einem echten Liederabend eröffnete der Kirchenchor „St. Martin“ Steinbach sein kurzweiliges Fest zum echten Silberjubiläum und zum 60jährigen Organistenjubiläum von Chorleiter Gerhard Münch. Da wurde nicht viel geredet, sondern mit sicht- und hörbar viel Spaß an der Musik gesungen, was die Kehlen hergaben. Und dass sich die Kirchenchöre von heute nicht nur topfit in ihrem sakralen Bereich präsentieren, sondern mit wirklich mitreißendem Schwung auch Gassenhauer wie „Marmor, Stein und Eisen bricht“ oder „Tage wie diese“ von den „Toten Hosen“ gekonnt intonieren können, das bewies der Jazz-Chor aus Schloßau unter Stabführung von Werner Scheuermann ebenso wie der Kath. Kirchenchor aus Laudenberg unter Dirigent Wendelin Schork mit „Siyahamba“ und der Jubelchor selbst mit dem englischen Volkslied „Musik erfüllt das Leben“. Und das scheint auch der Motor zu sein, der Chorleiter Gerd Münch antreibt, sich vollkommen ehrenamtlich in ihren Dienst zu stellen. Ob nun als Chorleiter in Steinbach, als Organist in den örtlichen Kirchen oder als Ehrenpräsident des Blasmusikverbandes. Doch sein Steinbach als Heimatort seiner Jugend liegt ihm dabei besonders am Herzen. Er lobte in seinem Grußwort zum einen die funktionierende Vorstandschaft sowie die ungewöhnliche Harmonie im Chor und den hervorragenden Probenbesuch. Und er bot an, zweimal im Jahr ein geselliges Singen im Ort zu veranstalten, um die das kulturelle Leben im Ort und den Sängerbestand zu bereichern. Doch zunächst begrüßte Alois Landeck als Vorsitzender des Kirchenchors „St. Martin“ nach dem musikalischen Auftakt „Dies ist ein großer Tag“ durch den Jubelchor selbst die Ehrengäste Präses Pfarrer Werner Bier, Dekan Johannes Balbach, die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Clemens Herkert (Mudau) und Barbara Hofmann (Steinbach) sowie Ortsvorsteher Georg Moser und die Gastchöre aus Laudenberg und Schloßau mit ihren Dirigenten und den Vorsitzenden Berthold Schnätz und Ilona Friedrich-Stuhl. Weiter ging er kurz auf die Chronik des Klangkörpers ein, der schon kurz vor dem 2. Weltkrieg einen vierstimmigen Vorläufer hatte. Danach fanden einige Frauen der Gemeinde provisorisch zusammen, um Beerdigungen und Hochzeiten gesanglich zu umrahmen. Ab 1985 nahm der heutige Chor erste Formen an, als Chorleiter Gerhard Münch begann, mit einigen Frauen mehrstimmige Chorsätze und Weihnachtslieder für den Gottesdienst einzuüben. Die Anerkennung der Gemeinde blieb nicht aus und spornte die Sängerinnen an, weiter am Ball zu bleiben. Und als Gerhard Münch nach einem öffentlichen Aufruf und mit großer Unterstützung des damaligen Pfarrers Albert Eckert im Jahr 1989 zu einer ordentlichen Versammlung einlud, fanden sich auf Anhieb 32 sangesfreudige Gründungsmitglieder aus Steinbach, Rumpfen und Stürzenhardt für den neuen Kirchenchor „St. Martin“, der bis heute unter Stabführung von Gerd Münch die Hochfeste der Pfarrgemeinde Steinbach mit Rumpfen und Stürzenhardt, aber auch zahlreiche weltliche Veranstaltungen feierlich umrahmt. Wie segensreich die Arbeit des Klangkörpers ist, wurde deutlich in den Glückwünschen der Grußwortredner, und wie ansteckende begeisternd die Beiträge der Chöre ankamen, war dem lautstarken und lang anhaltenden Beifall des Publikums im voll besetzten Festzelt neben der alten Schule zu entnehmen. Mit einem Dank an alle, die zum Gelingen des Liederabends beigetragen hatten, leitete Renate Schäfer-Münch als 2. Vorsitzende des Steinbacher Kirchenchors zum gemütlichen Teil des Abends über.