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Verabschiedung von Werner Sensbach

Mudau. Seine erste Station als Hauptlehrer war 1968 Osterburken. Ein Jahr später wurde er nach Laudenberg und 1974 nach Mudau versetzt, wo er mit großem Engagement bis zu seiner Verabschiedung in den wohl verdienten Ruhestand am vergangenen Freitag wirkte.

„Werner Sensbach hat in der langen Zeit, die er hier an unserer Schule mit uns und für uns tätig war, in anerkennenswerter Weise ungezählte Jugendliche gebildet und zu eigenständigen Persönlichkeiten erzogen“, so Rektor Roman Andres von der Grund- und Haupt- mit Werkrealschule Mudau im Rahmen der Verabschiedungsfeierlichkeiten im Mudauer Gasthaus „Zur Pfalz“. Konrektor Walter Herkert begrüßte zu diesem Anlass neben dem vollständig erschienenen Lehrerkollegium vor allem Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, Pfarrer Andreas Rapp, Rektor i. R. Kurt Hirschner sowie Elternbeiratsvorsitzende Heike Hefner und deren Stellvertreterin Doris Herkert. Sein Dank richtete sich an die Flötengruppe unter Leitung von Roswitha Zenker, die mit „Irischen Segenswünschen“ den passenden musikalischen Auftakt der Feierlichkeiten gestaltet hatte. In seiner Laudatio lobte Rektor Andres den Hauptlehrer Werner Sensbach als Garant gewissenhafter Arbeit und ausgleichendes Element, wenn des Meinungsverschiedenheiten gab. Seine Lebenserfahrung und die Neigung zu einem realitätsbezogenen Denken hätten seine Argumente immer unterstrichen. Weiter erinnerte Andres an die Zeit, als Werner Sensbach seine Berufswahl getroffen hatte. Es gab Lehrermangel, denn der Beruf war wenig begehrt. Schlecht ausgestattete, kleine Schulen in einsamen Dörfern waren ein „Muss“ für die Berufsanfänger. „Wer damals Lehrer wurde, musste ein echter Idealist sein“. Beharrlichkeit und humanistische Gesinnung hätten Sensbach geholfen, die Unruhe und den ständigen Lärmpegel in Kauf zu nehmen. Denn gerade im Grund- und Hauptschulbereich sei der Lehrer ständiger Mittepunkt im Unterrichtsraum, ohne die Möglichkeit, sich zurück zu ziehen. Werner Sensbach ist ein ebenso geachteter wie geschätzter und beliebter Kollege und Lehrer mit der Fähigkeit zur Menschenführung. Ein Wesensmerkmal der Lehrerpersönlichkeit, das heute leider selten geworden sei. Denn gerade diese Begabung helfe nachdrücklich, die in den jungen Menschen angelegten Fähigkeiten zur Entfaltung zu bringen. Rektor Andres dankte dem verdienten Kollegen für seine erfolgreiche Arbeit und den unermüdlichen Einsatz im Namen der Grund- und Haupt- mit Werkrealschule Mudau und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass man ihn als gern gesehen Gast noch oft in der Schule begrüßen dürfe. Diesen lobenden Ausführungen und den guten Wünschen für den wohl verdienten „Unruhestand“ des reiselustigen Werner Sensbach schlossen sich – jeder aus seiner Sicht - Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, Pfarrer Andreas Rapp und Kurt Hirschner, Rektor i. R., sowie Elternbeiratsvorsitzende Heike Hefner in ihren Grußworten nahtlos an. Das Lehrerkollegium verabschiedete sich von dem beliebten Kollegen mit dem Lehrerchor „Unsere Schule hat keine Segel“ sowie mit persönlich gestalteten Gedichten.
(L.M.)