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UNESCO-Geopark

Mudau. Seit Sonntag kann jeder, der am Mudauer Rathaus vorbei kommt, deutlich erkennen, dass hier die Außenstelle des UNESCO-Geoparks zuhause ist.

Denn vor dem imposanten Rathausgebäude wurde im Rahmen eines Tag der offenen Tür im Beisein zahlreicher interessierter Bürger und Ehrengäste – auch aus den Nachbargemeinden und –kreisen - die neue „Geopark-Fahne“ durch Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und Reinhard Diehl, Geschäftsführer des UNESCO-Geoparks enthüllt. „Wir haben vieles gemeinsam mit dem Geopark zu bieten und das endet nicht an den Kreisgrenzen“, erläuterte Dr. Rippberger, der seiner Freude über die neue Dienstleistungsstelle in Mudau besonders zum Ausdruck brachte. Er dankte dem Geopark-Team für den nahtlosen Übergang von Polizeistelle in Geopark-Außenstelle und hob die Vorzüge der neuen Einrichtung hervor. Wichtig sei vor allem die Koordinationsfuktion des Geopark, aber auch seine Funktion als Ausbildungsstelle für die sehr intensive Ausbildung zum „Ranger“. Und in beiden Richtung sei ein weiterer Ausbau wünschenswert zum Nutzen jedes Einzelnen, auch in wirtschaftlicher Sicht: „Wir als Gemeinde Mudau tragen unseren Teil gerne dazu bei.“ Reinhard Diehl hob als Geschäftsführer des UNESCO-Geopark hervor, dass die ständige Präsenz vor Ort in Mudau – an strategisch wichtiger Stelle - auch für seine Einrichtung ein besonderer Tag sei. Er lobte die Kommunen des südlichen Odenwalds als beispielgebend im Zusammenschluß mit dem Geopark. „Den Gast interessieren Länder- oder Kreisgrenzen nicht, das haben sie sehr richtig erkannt“. Der Gast braucht eine touristische Konzeption über Ländergrenzen hinweg, und dies biete der Geopark, der den Odenwald im „sanften Tourismus“ zusammen mit seinen bisher 30 Rangern und ortkundigen Bürgern vermarkten möchte. Die Ranger, die nicht nur Gäste führen, Parkplätze bewachen und Bindeglied zwischen Gästen, Bevölkerung und Behörden sein sollen, spielen eine wichtige Rolle in dieser Konzeption und sollen in Kürze um 16 erhöht werden. Schwerpunkte ihrer Ausbildung sind unter anderem „Umweltpädagogik“ sowie „Geo und Genuss“. Als weiteren Schritt in die richtige Richtung nannte Reinhard Diehl das Projekt der neuen Wanderkarten, das vor sieben Jahren begonnen und mit großem Erfolg angenommen wurde. Die Karte über den östlichen Odenwald – Das Madonnenländchen mit den Orten Buchen, Mudau und Limbach – wurde erst kürzlich der Öffentlichkeit präsentiert. „Genug der Worte! Wir schreiten zur Tat“ – Mit diesen Worten wurde die feierliche Enthüllung der neuen Geopark-Fahne zum Auftakt für den Tag der offenen Tür im Rathaus-Hof. Claudia Eckhardt, Leiterin der Geopark-Außenstellen erläuterte das vielfältige Angebot, mit dem die Geopark-Ranger, die Gemeinde Mudau und ihre Nachbar-Geopark-Gemeinden einen erlebnisreichen Tag für die Ganze Familie rund um Natur, Kultur und regionale Spezialitäten boten. Spannende Mitmachaktionen richteten sich vor allem an die Kinder, die nicht nur Edelsteine sieben und die Geheimnisse der Fühlkästen lüften konnten, sondern auch Kieselsteine filzen, Kontinente verschieben, Fossilien selbst herstellen, zu Wasser und zu Boden experimentieren oder kleine Köstlichkeiten aus Äpfeln herstellen konnten. Die Mudauer Förster brachten den Gästen auch spielerisch die heimische Natur wieder näher, in der „Filiale“ des Steinbacher Hochseilgartens konnte man ein kleines Stück vom Boden abheben und „so ganz nebenbei“ wurde die Vielschichtigkeit der landschaftlichen und kulturellen Schätze im Hohen Odenwald sowie der Geopark-Gemeinden präsentiert (L.M.)