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»Wahres Spielparadies für Kinder«

Mudau. - „Ein lang ersehnter Tag wird heute zur Freude unserer Kinder Wirklichkeit“, so Ortsvorsteher Kurt Müller im Rahmen der offiziellen Übergabe, zur der er neben Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger besonders die Geistlichen Pfarrer Andreas Rapp und Pfarrer Dr. Jörg Augenstein, die Kreisräte Klaus Schork und Herbert Münkel, Rektor Roman Andres von der Grund- und Hauptschule Mudau sowie die Eltern der Interessengemeinschaft „Spielplatz Mudau“ begrüßte.

Für die gelungene musikalische Umrahmung sorgte die Jugendkapelle des Musikvereins Mudau unter Leitung von Alexander Meixner. Ortsvorsteher Müller beschrieb den neu gestalteten Kinderspielplatz, der sich hervorragend in die Umgebung einfügt, als wahres Spielparadies für Kinder und diese nahmen ihn beim Wort und testeten die unzähligen Spielmöglichkeiten gleich aus. Mit einem Dankeschön an die Interessengemeinschaft „Spielplatz Mudau“ lobte er das spitzenmäßige freiwillige Engagement in nahezu 1.600 Arbeitsstunden, für das viele Helfer ihre Freizeit am Wochenende geopfert hätten.

Dank galt auch der Gemeindeverwaltung mit Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und zuvor Bürgermeister Wilhelm Schwender an der Spitze, dem Gemeinderat, den Mitarbeitern in Rechnungsamt und Bauwesen und ganz besonders des Bauhofes mit Kurt Henrich an der Spitze sowie den zahlreichen Sponsoren und Geldgebern. Begeistert zeigte sich der Ortsvorsteher über die Bereitstellung ganzer Spielgeräte und zahlreicher Materialien bzw. Zurverfügungstellung von Maschinen und Werkzeugen. Er selbst habe in seinem Amt als Ortsvorsteher versucht, die Bauleitung und den Bauablauf in Abstimmung mit der Interessengemeinschaft zu organisieren und zeigte sich erfreut über das gemeinschaftliche Einvernehmen. „Heute könne wir mit großem Stolz unseren Kindern von Mudau eine attraktive und moderne Spielstätte übergeben, schloss Kurt Müller seine Ausführungen.

Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger lobte in seinen Grußworten das Engagement der Eltern, sich für diesen wunderschönen Spielplatz auch selbst einzubringen. Sein Dank galt aber auch der Akzeptanz und Toleranz der Anwohner sowie der unglaublichen Arbeit der Interessengemeinschaft, des Bauhofs und Ortsvorsteher Kurt Müller. Der neu gestaltete Spielplatz komplettiere das Gesamtbild mit Odenwaldhalle und Odenwaldstadion und sein abschließender Appell an Kinder und Eltern richtete sich darauf, verantwortungsvoll und pfleglich mit dem neuen Spielplatz umzugehen, damit noch viele Kinder für lange Zeit ihren Spaß daran haben. Die technischen Daten, Bauablauf und Organisation beleuchtete anschließend Stefan Straub. Die Idee wurde zunächst mittels einer Unterschriftenaktion der Mütter in den Mudauer Geschäften im Januar 2001 publik.

Es folgte die Vorstellung und Überreichung der Liste an Bürgermeister, Ortsvorsteher und Gemeindebauamt. Man stieß auf positive Reaktion, doch fehlte das liebe Geld. Das war der Anfang für die Interessengemeinschaft „Spielplatz“. Nach unzähligen Aktionen an Fastnacht, während der Heimattage und außer der Reihe, nach ausreichend Präsenz bei Gemeinderatssitzungen und Zusage über reichlich Eigenleistung, wurde der Startschuss gegeben. Genau vor zwei Jahren begann man mit dem Abbau der alten Geräte, Gräben für Drainagen wurden gezogen und eingebaut. Wetterbedingt musste man bis März 2003 pausieren. Danach wurden aufwändige Erdarbeiten zur Gestaltung bewältigt. Für die anschließenden Sandsteinarbeiten bei Krabbelrohr, Theaterplatz und Wasserspielfläche wurde jeder Muskel gebraucht. Mutterboden wurde eingebracht und eingesät und man konnte sich nun intensiv mit der weiteren planerischen Gestaltung des Platzes befassen, welche dann auch mit der Bestellung einiger neuer Geräte endete. Gleichzeitig wurde eine Check- bzw. Zuständigkeitsliste über die einzelnen Geräte und Arbeiten erstellt.

Gemeinsam ging’s dann im März 2004 weiter mit Erstellen der Fundamente für Spielgeräte, dem Bau eines Weges zum Kleinkindbereich, Umzäunung des Teiches. Aufschüttung eines weiteren Hügels mit Bepflanzung. Zwecks Lärm- bzw. Sichtschutzes, wurde eine Buchenhecke zur Amorbacher Strasse hin angelegt. Nach letzten Erdmodellierarbeiten und Raseneinsaat kamen Fein- bzw. Detailarbeiten mit dem Auf- bzw. Einbau der Spielgeräte. Mit dem Aufbau des Werbeschildes aus „Heimattagezeiten“ endeten hiermit die Arbeiten am gestrigen Samstag. Insgesamt wurden ca. 120m Drainage verlegt, für Stein und Fundamentarbeiten ca. 24m³ Beton verarbeitet, 250 m³ Erde eingebracht und unzählige Sandsteine verbaut, die Spielfläche wurde verdoppelt auf ca. 2000 m², Verkleinerung des Teiches um 1/6, und Verschüttung des Teichgrabens. Ingesamt gibt es 16 Spielgeräte bzw. Aktivitäten. Davon sind kleine Doppelschaukel, Klettersechseck, kleine Rutsche und zwei Federtiere aus Altbestand restauriert und wieder aufgebaut wurden.

Zu den acht kompletten Neuanschaffungen - zum Teil gespendet oder finanziert – gehören eine 25m Seilbahn, eine große Doppelschaukel, ein Karussell, kleiner Spielturm, Holzwippe, breite Rutsche, Vogelnestschaukel, Gartenschaukel und zwei Sitzgarnituren. Selbst gebaut wurden ein großer Spielturm mit Hängebrücke, Flaschenzug, Bogenrampe, Treppe, Sandspielplatz, Wasserspielplatz, Theaterplatz, Krabbelrohr, Kletterstein und 15 Laufstelzen. Das gelungene Projekt wäre ohne die vielen Helfer und Sponsoren, der Gemeinde mit Bauhof und Ortsvorsteher Kurt Müller nicht zu bewältigen gewesen., betonte Stefan Straub mit einem Dank an die Genannten. Auch er applierte an alle Kinder, Jugendliche, Eltern und die gesamte Bevölkerung, den Spielplatz sauber zu halten, nichts mutwillig zu beschädigen, zu zerstören und im richtigen Rahmen zu würdigen.

In der kirchlichen Segnung durch Pfarrer Andreas Rapp und Pfarrer Dr. Jörg Augenstein wurde nochmals deutlich, dass ein Spielplatz als Ort des Lebens den Kindern soziale Kompetenz in Umgang miteinander, im Spielen, Rennen und raufen vermitteln soll. Und mit der symbolischen Schlüsselübergabe durch Stefan Straub an Bürgermeister Dr. Rippberger und Ortsvorsteher Müller wurde das Spielparadies für die ungeduldigen Kids frei gegeben. (L.M.)