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Offizieller Empfang der Europameisterin Eva Friedel

Schloßau. (lm) Weltmeisterin, Europameisterin, Deutsche Meisterin, zahlreiche Landes- und Regionalmeisterschaften. So die beeindruckende Bilanz in der noch jungen Karriere der Waldauerbacherin Eva Friedel, die beim Sportschützenverein Schloßau ihr sportliches Handwerk erlernte und eine hervorragende Förderung erfuhr.

Und genau an dieser Wirkungsstätte, der schmucken Schießanlage des SV Schloßau, erfuhr die sympathische Verwaltungsangestellte im Rahmen eines offiziellen Empfangs und im Beisein zahlreicher Gäste den ,,Lohn“ für ihre jüngsten Erfolge. Im Juli diesen Jahres konnte sie in München als absoluten Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere den Europameistertitel in der Einzelwertung (KK 3x20 Schuss Dreistellungskampf), den 2. Platz in der Mannschaftswertung sowie einen Europameistertitel im Wettbewerb 60 Schuss liegend mit der Mannschaft und einen 2. Platz in der Einzelwertung erringen. Aus diesem Anlass ließen es sich sowohl ihr Heimatverein als auch die Gemeinde Mudau und die Bevölkerung nicht nehmen, ihrer erfolgreichen Sportlerin einen beeindruckenden Empfang zu geben. Nach einem gelungenen Ständchen durch den Musikverein Schloßau unter der Leitung von Dirigent Cornel Eck und dem 1. Vorsitzenden Herbert Münkel sowie den obligatorischen Böllerschüssen unter dem Beisein einiger Fahnenabordnungen, zeigte sich Oberschützenmeister Johann Friedel erfreut über die große Zahl von Gästen und Vereinsmitgliedern. So ließen es sich Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, Ortsvorsteher Hans Moser, die Kreisräte Münkel und Münch, der Stv. Kreisschützenmeister des Schützenkreises Buchen Geza Bahlog, Vertreter der örtlichen Vereine und Banken sowie Abordnungen befreundeter Schützenvereine nicht nehmen, der erfolgreichen Ausnahmesportlerin ihre Aufwartung zu machen. Johann Friedel gratulierte Eva Friedel zu ihren Erfolgen und vergas dabei auch nicht, das große Engagement ihrer Eltern und den Trainern des Vereins sowie im Kreis und auf Landesebene zu danken. Ohne deren tatkräftige Unterstützung wären solche Erfolge nicht zustande gekommen. Auch in den Grußworten und Präsenten wurde die große Wertschätzung der bodenständigen Sportschützin deutlich, die zwar in ihrem Sport eine Ausnahmestellung inne habe, wie Bürgermeister Rippberger betonte, aber im Verwaltungsdienst der Gemeinde Mudau trotzdem ihren ,,Mann“ stehen müsse. Internationale Erfolge im Sport setzen neben dem natürlichen Ergeiz vor allem aber auch Trainingsfleiß, Entbehrungen, finanzieller Einsatz und einen hohen Zeitaufwand voraus, was Eva Friedel aber stets mit ihrer Natürlichkeit und der sprichwörtlichen Gelassenheit zu kompensieren wusste. Dies wurde auch in der Laudatio auf den Werdegang der Ausnahmesportlerin von Schießleiter Karl-Heinz Hemberger deutlich. Ihre schießsportliche Laufbahn begann Eva Friedel 1997 beim SV Schloßau unter der Obhut des Jugendleiters H. Hogen, der dieses verantwortungsvolle Amt nunmehr seit 16 Jahren ausübt. Erblich vorbelastet und in unmittelbarer Nähe zum Wald aufgewachsen, wie Ortsvorsteher Hans Moser verschmitzt betonte, stellte sie gleich ihr außerordentliches Talent unter Beweis, indem sie bereits im ersten Jahr den Titel einer Kreismeisterin im Luftgewehr errang. Gleichzeitig erreichte sie den 3. Platz bei den Landesmeisterschaften und qualifizierte sich für die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften. 1998 besuchte Eva Friedel das Stützpunkttraining in Buchen unter der Leitung von Helmut Pöpperl und stellte bei den Landesmeisterschaften einen neuen Landesrekord im LG 3 Stellungskampf auf. Es folgten Sichtungsschießen im Landesleistungszentrum in Pforzheim und die Aufnahme in den D-Kader des Deutschen Schützen Bundes. Hier dokumentierte sich auch bereits der hohe zeitliche und finanzielle Aufwand auch für die betreuenden Eltern. 1999 errang sie ihre erste Deutsche Meisterschaft in der Jugendklasse in der Disziplin KK 60 Schuss liegend in der Mannschaft und in der Einzelwertung mit 596 von 600 möglichen Ringen, was gleichzeitig auch einen neuen Deutschen Rekord bedeutete. Weiter ging es mit der Aufnahme in den D-C-Kader, Landesrekord in der Jugendklasse LG und dem 2. Platz bei der Deutschen Meisterschaft. Einen Tiefpunkt musste Eva Friedel bei den Europameisterschaften in Tschechien im Jahre 200 hinnehmen, da ein Defekt am Gewehr auftrat. 2001 wurde sie aber Deutsche Meisterin in der Mannschaft und 2002 erzielte sie in der Mannschaft bei den Landesmeisterschaften einen neuen Rekord im Luftgewehr mit 1176 von 1200 Ringen. Weitere Hightlights waren ein 2. Platz und die Deutsche Meisterschaft . Den Weltmeistertitel mit der Mannschaft gewann sie in diesem Jahr in Lahti/Finnland, wo sie zudem noch einen 6. Platz in der Einzelwertung erringen konnte. Als weitere Erfolge nannte Karl-Heinz Hemberger 2003 zwei 1. Plätze und einen 2. Platz bei den Deutschen Meisterschaften, die Teilnahme an den Europameisterschaften in der Tschechei und den Titel der Schützenkönigin beim SV Schloßau. Im Sportjahr 2004 stellte sie in der Mannschaft zwei neue Landesrekorde in Luftgewehr und 100 Meter auf. Als absoluten Höhepunkt aber nannte der Schießleiter die Europameistertitel in München zum Abschluss ihrer Jugend- und Juniorinnenzeit. Ab dieser Saison wird Eva Friedel im B-Kader des Deutschen Schützenbundes und im nationalen Bereich als Mitglied einer Bundesligamannschaft auf Ringejagd gehen. Oberschützenmeister Johann Friedel zum Abschluss und Überleitung zum Spanferkelessen: ,,Diese sportlichen Erfolge und dieser Empfang waren Lohn für eine harte Arbeit. Vielleicht sehen wir Eva Friedel ja wieder und zwar bei den nächsten Olympischen Spielen in Peking, wozu wir bereits jetzt viel Glück wünschen“.