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Rainer Schäfer bleibt Abteilungskommandant

Reisenbach. (lm) Kameradschaft hat gerade in der Feuerwehr absolute Priorität. Die Floriansjünger sollten sich im Einsatz und darüber hinaus blind aufeinander verlassen können. Wie hoch die Wertschätzung der Reisenbacher Aktiven Wehr gegenüber ihrem Abteilungskommandanten Rainer Schäfer angesiedelt ist, zeigte der lautstarke Applaus und die einstimmige Wiederwahl, als er nach den Regularien und der einstimmigen Entlastung der gesamten Vorstandschaft trotz der eigenen Bitte um Entbindung aus dem Amt, die ihm schweren Herzens von Seiten der Gemeinde zum 30. April gewährt worden war seine Gründe darlegte, weshalb er sich erneut als Abteilungskommandant zur Verfügung stellt. „Es war ganz klar meine Schuld, dass ich den verfrühten Redaktionsschluss des Amtsblattes an Fastnacht nicht berücksichtigt habe und die Einladung zur zunächst angesetzten Mitgliederversammlung zwei Tage zu spät kam. Aber entgegen den Vorwürfen eines Mitglieds aus der Alterswehr war das ganz sicher nicht vorsätzlich geschehen“, erläuterte er die Vorgeschichte. Es sei – so der Tenor der Versammlung – kein Geheimnis, wie viel dieser Alterskamerad für die Reisenbacher Wehr geleistet habe, doch wie die einmütige Reaktion der Anwesenden zeigte, genauso so hart für die Abteilung, das „Suchen nach Fehlern“ und die unkameradschaftlichen verbalen Attacken zu ertragen. Rainer Schäfer war nach dem letzten Vorwurf der „Vorsätzlichkeit“ so tief gekränkt, dass er aus dem Amt ausscheiden wollte und seine Kameraden zeigten großes Verständnis. Doch mehrere „Krisensitzungen“, in denen deutlich wurde, dass die Wehr derzeit noch keine andere Führungskraft bieten kann (was man gemeinsam ändern wolle), sowie die Tatsache, dass es für die Abteilung nicht gut wäre, wenn die Gemeinde das Führungsmanko regeln müsste, hatten ihm gezeigt, dass er sich der Verantwortung noch nicht entziehen kann, ohne der Reisenbacher Wehr großen Schaden zuzufügen. Diese Einsicht belohnte „seine Mannschaft“ erleichtert mit Beifall, einstimmigem Votum sowie dem Akzeptieren seiner Bitte um größere Unterstützung in mehreren detaillierten Aufgabenbereichen. Damit bestätigten sie die Aussage von Steffen Banschbach: „Wir können uns keinen besseren Abteilungskommandanten und keine bessere Lösung für die Reisenbacher Wehr vorstellen“. Der spektakulären Wahl waren im Beisein von Gesamtkommandant Gerd Mayer, Ehrenkommandant Werner Schwing, Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, Ortsvorsteher Günther Baunach sowie dem Großteil der Abteilungswehr, die derzeit von 29 Aktiven, 6 Mitgliedern der Alters- und 13 in der Jugendwehr getragen wird, beeindruckende Berichte vorausgegangen, nachdem sich Rainer Schäfer bei allen bedankt hatte, die sich für die Belange der Abteilungswehr so engagiert eingesetzt hatten. Neben den 13 Übungen im Berichtsjahr 2012 resümierte der Abteilungskommandant die Frühjahrsübung, für die er gerne die konstruktive Kritik des Ortsvorstehers entgegen nahm, und die Herbstabschlussübung zusammen mit der Scheidentaler Wehr beim neuen Stall von Roland Hemberger in Scheidental. Weiter absolvierte man mit den Reisenbacher Frauen ein Feuerlöschertraining bei der Feuerwehr Buchen, der Ausschuss war fünfmal zusammen gekommen und man hatte drei Einsätze zu verzeichnen. Die technische Ausrüstung umfasse 1 (altermäßig stark angeschlagenes) Tragkraftspritzenfahrzeug TSF 8 mit kompletter Beladung und einer eingeschobenen TS 8/8 sowie einem Funkgerät, 1 TS 8/8, 1 Schlauchwagen mit ca. 360 m B-Schläuchen, 4 Pressluftatmer mit 4 Ersatzflaschen, 6 tragbare Funkgeräte sowie 7 Meldeempfänger und man sei stolz auf den Ausbildungsstand mit 26 Truppmann, 7 Truppführer, 23 Funker, 5 Maschinisten, 9 Atemschutzgeräteträger, 5 Gruppenführer, 2 Jugendwarte mit Grundlehrgang 1 und 2, einer mit 1 sowie 5 Leistungsabzeichen Bronze und je 3 in Silber und Gold. Festbesuche in Hesselbach, Steinbach und Beuchen rundeten das Berichtsjahr zusammen mit der Beteiligung an der örtlichen Faschingsveranstaltung und dem Durchführen des 1. Mai-Grillfestes ab. Die Kameradschaft wurde gepflegt mit einem Familienwochenende an der Grillhütte sowie der Weihnachtsfeier. Leider sei der Umbau des Gerätehauses ins Stocken geraten. Man habe bisher gründlich ausgemistet und einen Rollladen eingebaut. De Bericht der Jugendwarte Alfred Mechler und Günter Böhle zeugte von 16 intensiven Übungen in Theorie und Praxis, dem 3. Platz beim Indiaca im Gemeindeturnier, von einem interessanten Besuch beim Polizeirevier Buchen und dem erfolgreichen Ablegen die Leistungsspange in Sinsheim sowie der Jugendflamme 1 in Limbach. Als besonderes Erlebnis galt die Weihnachtsfeier im Reisenbacher Grund mit anschließender Fackelwanderung. In dem positiven Kassenbericht von Schatzmeister Steffen Banschbach hatten die Kassenprüfer Manfred Link und Gerd Gröschl keinerlei Mängel feststellen können und die gute Arbeit der gesamten Wehr, vor allem bezüglich der enormen Jugendarbeit lobten die Grußwortredner. Bürgermeister Dr. Rippberger zeigte sich erfreut über das „gut geführte Weiterexistieren der Reisenbacher Wehr“ und hob hervor, dass es keine Selbstverständlichkeit sei, wenn rd. ein Zwanzigstel der Ortsbevölkerung in seiner Feuerwehr vertreten wäre. Ortsvorsteher Baunach appellierte noch einmal an die Grundfeste der Kameradschaft und Gerd Mayer berichtete aus der Statistik der Gesamtwehr, warb für Rauchmelder und Ausbildungen und lobte die Gesinnung der Reisenbacher, die sich auch in den zahlreichen Ehrungen ausdrücke. So beglückwünschte Rainer Schäfer nachträglich mit einem Präsentkorb Siegbert Link zum 50. Und Erich Rechner zum 80. Geburtstag, bevor er einige Mitglieder für deren langjährige aktive ehrenamtliche „Dienstzeit“ würdigte. Für 25 Jahre ehrenamtlichen Dienst am Nächsten wurden Udo Geier, Manfred Link und Elmar Schäfer, für 40 ehrenamtliche Dienstjahre Reinhold Banschbach, Günter Schnetz und Reiner Walter gewürdigt. Eine besondere Ehrung wurde Rainer Schäfer mit der Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes in Gold für 16 Jahre als Abteilungskommandant zuteil, die ihm Gesamtkommandant Gerd Mayer im Auftrag von Andreas Hollerbach als Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes überreichte.